Freitag, 18. März 2011

Tierisches



Skandal: Landwirt wird vergackeiert !

Kreis Land Hadeln (cux) Ein namhafter Süßwarenkonzern ist von Landwirt Cord H. (Name von der Redaktion geändert) auf Schadenersatz verklagt worden.

H. hat im vergangenen Herbst von einem zwielichtigen Händler ein Huhn mit orange-weißer Musterung käuflich erworben. Das Huhn wurde als "Überraschungshuhn" angepriesen. Internet-Recherchen unserer Redaktion zeigten, dass im Einzelhandel eiförmige Süßwaren vertrieben werden, die die gleiche Musterung aufweisen. Sie werden im Volksmund als "Überraschungseier" bezeichnet.

Diese "Überraschungseier" sind im für Legeartikel hochpreisigen Segment angesiedelt. Sie werden für mehr als einen halben Euro pro Stück feilgeboten (zum Vergleich: ein Bio-Ei von freilaufenden Hühnern ist bereits ab 0,30 Euro zu bekommen).

Cord H. hat eine einträgliche Eiquelle vermutet und sich daher auch nicht über den Preis für das "Überraschungshuhn" gewundert, der im dreistelligen Bereich lag.

Leider hielt das Huhn nicht, was unsere Recherche versprach: Es legte herkömmliche Eier. Weder war in Ihnen Schokolade enthalten, noch die im Internet angepriesene Spielzeug-Überraschung. Auch ließ sich nicht in jedem siebten Ei ein Tapsy Törtel finden, günstigstenfalls ein Hahnentritt.

Eine veterinärmedizinische Untersuchung ließ Erschreckendes zutage treten: die Färbung des Huhnes war nicht echt, vielmehr war es in bunbtes Staniolpapier eingewickelt. Dessen Herkunft ließ sich jedoch zweifelsfrei nachweisen: es wurde von besagtem Süßwarenkonzern hergestellt.

Cord H. nahm sich rechtlichen Eistand und verklagte den Konzern nunmehr auf Zahlung einer sechstelligen Schadenersatzsumme.

Ein Konzernsprecher dazu: "Wir hoffen, dass das Gericht hier das Ei des Kolumbus findet."

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